MCP-Entwicklung

Mit Ihren Daten sprechen. Und mit Ihren Maschinen.

Ein Sprachmodell ist ohne Ihre Daten ein Ratgeber ohne Akte. MCP (Model Context Protocol) ist der Standard, über den ein Modell auf Ihre Systeme zugreift, ohne dass Sie Daten exportieren, kopieren oder in eine fremde Cloud schieben. Wir bauen diese Verbindung, und zwar auf beiden Seiten des Unternehmens: in der Verwaltung und in der Produktion.

Was MCP konkret ist

MCP ist ein offener Standard, mit dem ein Sprachmodell Werkzeuge aufrufen kann. Ein MCP-Server stellt eine Handvoll klar definierter Funktionen bereit, etwa „Suche Belege zu Mandant X im Zeitraum Y“, und das Modell entscheidet, wann es sie aufruft. Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Chatbot: Es wird nichts trainiert, nichts vorab hochgeladen und nichts dupliziert. Die Daten bleiben in Ihrem System und werden pro Anfrage gelesen.

Für Sie heisst das: Ihre Leute stellen im Chat eine Frage in normalem Deutsch und bekommen eine Antwort aus dem echten Bestand. Für die IT heisst es: eine überschaubare, prüfbare Komponente mit einer definierten Angriffsfläche statt einer Datenkopie, die niemand mehr kontrolliert.

Zwei Arme, zwei Spezialisten

Diese Kombination ist der eigentliche Punkt. Kaufmännische Berater kommen selten an die Maschine, Automatisierer selten an die Buchhaltung. Wenn ein Produktionsunternehmen wissen will, was ein Stillstand gekostet hat, braucht es beides in einer Antwort.

Finance und Verwaltung — Dr. Maher Hamid
DATEV, SAP, Abacus, ERP- und Dokumentenmanagementsysteme. Typische Fragen: Deckungsbeitrag je Kunde, Abweichung gegen Budget, offene Posten, Belegsuche über Jahre hinweg. Grundsatz: nur lesend.
Produktion und Engineering — Schady Hamid, B.Eng
OPC UA, SPS, MES und Leitsysteme. Typische Fragen: Warum stand die Linie, wie entwickelt sich die OEE, welche Charge weicht ab. Hier ist zusätzlich Steuerung möglich, aber nur mit Freigabekette und Audit-Log.

Der Fehler, den fast jeder Erstentwurf enthält

LLM-Plattformen rufen MCP-Server serverseitig auf. Die Anfrage kommt von der festen Ausgangsadresse der Plattform, nicht vom Rechner der Mitarbeiterin, die gerade tippt. Wer den Zugriff deshalb auf das Firmennetz einschränkt, sperrt die eigene Lösung aus. Der Browser liegt nicht im Datenpfad, eine Browser-Bridge löst das Problem also nicht.

Wir klären diese Frage am Anfang, nicht nach dem Sicherheitsaudit. Die Absicherung läuft stattdessen über beidseitige Zertifikatsprüfung, eine Zusicherung der Plattform zur festen Ausgangsadresse und eine Rechteprüfung im Server selbst.

Vorgehen

1. Machbarkeit, 1 bis 2 Wochen
Welche Schnittstelle trägt die Anforderung tatsächlich? Wir prüfen die verfügbaren APIs gegen Ihre konkreten Fragen und sagen Ihnen, was davon nicht geht. Ergebnis ist ein Dokument, mit dem Sie auch ohne uns weiterarbeiten können.
2. Pilot, 2 bis 4 Wochen
Ein lauffähiger, nur lesender Server mit einer begrenzten Funktionsmenge, angebunden an Ihre Plattform, in einer abgetrennten Umgebung. Ab hier reden wir über konkrete Antworten statt über Folien.
3. Produktivstellung
Rechtemodell je Benutzer oder Rechtegruppe, Protokollierung, Betriebsübergabe an Ihre IT oder Ihren Hoster, Dokumentation auf Deutsch. Ihre Leute sollen den Server betreiben können, nicht wir.

Datenschutz ist Teil der Architektur, nicht ein Kapitel im Angebot

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Plattformanbieter ist in aller Regel erforderlich. Die Datenschutzkonferenz stellt in Kurzpapier 13 auf die Zugriffsmöglichkeit ab, nicht auf den tatsächlichen Zugriff. Die Aussage „es werden ja keine Daten gespeichert, also brauchen wir keinen AVV“ hält einer Prüfung nicht stand.

Technisch halten wir den Grundsatz ein, dass nur der MCP-Server von aussen erreichbar ist. Das Quellsystem, ob DATEVconnect oder SPS, bleibt im internen Netz. Für die Schweiz gilt dasselbe Muster unter revDSG.

Was wir nicht machen

  • Kein Training und kein Fine-Tuning auf Ihren Daten. MCP liest zur Laufzeit, es lernt nichts.
  • Keine Datenkopie in eine Zweitdatenbank, nur damit die Suche schneller wird.
  • Keinen Schreibzugriff auf Finanzsysteme. Buchungen bleiben bei Ihren Leuten.
  • Keine Anbindung, deren Rechtemodell wir nicht abbilden können. Wenn ein System nur einen Alles-oder-nichts-Zugang kennt, sagen wir das vor dem Angebot.

Häufige Fragen

Was ist ein MCP-Server?

Ein MCP-Server ist eine Software, die einem Sprachmodell definierte Funktionen auf Ihren Systemen anbietet, etwa eine Belegsuche oder eine Kennzahlenabfrage. Das Modell ruft diese Funktionen bei Bedarf auf. Die Daten bleiben im Quellsystem und werden pro Anfrage gelesen, nicht kopiert oder trainiert.

Mit welchen KI-Plattformen funktioniert das?

Mit allen, die MCP unterstützen. In der Praxis sind das Claude, ChatGPT sowie im DACH-Raum verbreitete Unternehmensplattformen wie Langdock. Weil MCP ein offener Standard ist, bleibt derselbe Server nutzbar, wenn Sie die Plattform wechseln.

Was kostet ein MCP-Projekt?

Den Aufwand bestimmt fast immer das Quellsystem und sein Rechtemodell, nicht die KI-Seite. Ein Sammelzugang ist schnell gebaut, eine Abbildung je Benutzer oder Rechtegruppe nicht. Deshalb nennen wir keine Listenpreise, sondern ein Angebot nach dem Erstgespräch.

Brauchen wir dafür einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

In aller Regel ja. Massgeblich ist die Zugriffsmöglichkeit des Plattformanbieters, nicht ob tatsächlich Daten gespeichert werden. Das entspricht Kurzpapier 13 der Datenschutzkonferenz. Wir bringen die nötigen Angaben zur Architektur mit, den Vertrag schliessen Sie selbst.

Können wir den Server selbst betreiben?

Ja, und das ist der Normalfall. Der Server läuft in Ihrer Umgebung oder bei Ihrem Hoster. Sie bekommen Quellcode, Dokumentation auf Deutsch und eine Betriebsübergabe. Kapitel H arbeitet darauf hin, dass Sie uns danach nicht mehr brauchen.

Wie lange dauert es bis zur ersten nutzbaren Version?

Von der Machbarkeitsprüfung bis zu einem Piloten, mit dem Ihre Fachabteilung echte Fragen stellen kann, sind es typischerweise vier bis sechs Wochen. Der Engpass ist fast immer die Freigabe der Schnittstelle im Quellsystem, nicht die Entwicklung.

Prüfen wir, ob es für Ihre Systeme trägt.

Die Machbarkeitsprüfung dauert ein bis zwei Wochen und endet mit einem Dokument, mit dem Sie auch ohne uns weiterarbeiten können. Wenn eine Schnittstelle Ihre Anforderung nicht hergibt, steht das darin.

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