MCP für DATEV
DATEV-Daten im Chat abfragen, ohne sie aus DATEV herauszuholen
Kanzleien und Buchhaltungsabteilungen sitzen auf Jahrzehnten strukturierter Daten, an die im Alltag niemand herankommt, ohne drei Masken zu durchklicken. Ein MCP-Server macht diesen Bestand über Ihre KI-Plattform abfragbar, ohne dass ein einziger Beleg DATEV verlässt.
Der Weg hinein: DATEVconnect
Die Anbindung läuft über DATEVconnect, die lokale Schnittstelle der DATEV-Installation. Der MCP-Server spricht mit DATEVconnect im internen Netz. Nach aussen ist ausschliesslich der MCP-Server erreichbar. Das ist kein Detail, sondern eine ausdrückliche Empfehlung von DATEV: Ein direkter Internetzugriff auf DATEVconnect ist nicht vorgesehen.
Für das Dokumentenmanagement kommt das DATEVconnect-Modul Dokumentenmanagement hinzu. Was dieses Modul an Suchmöglichkeiten hergibt, unterscheidet sich von dem, was die DATEV-Oberfläche kann. Eine Volltextsuche über Dokumentinhalte ist nicht in jedem Fall verfügbar. Das klären wir vor dem Angebot, weil genau daran Projekte scheitern.
Rechte: der Punkt, an dem die meisten Piloten unbrauchbar werden
DATEVconnect arbeitet mit den Rechten des Windows-Benutzers, unter dem es läuft, und dieser Benutzer muss mit einem DATEV-Benutzer verknüpft sein. Ein Pilot mit einem einzigen technischen Benutzer sieht deshalb alles oder nichts, und bildet Ihre Mandantentrennung nicht ab.
Produktiv bedeutet das: ein Dienstkonto je Person oder je Rechtegruppe, und eine Zuordnung im MCP-Server, die den anfragenden Benutzer auf das richtige Konto abbildet. Wer eine Frage stellt, bekommt genau die Dokumente, die er auch in DATEV sehen dürfte. Das ist aufwendiger als ein Sammelzugang und der Grund, warum wir es im Angebot getrennt ausweisen.
Wofür Kanzleien das tatsächlich nutzen
- Belegrecherche über Jahre
- „Finde alle Eingangsrechnungen dieses Lieferanten seit 2023 über 5.000 Euro“ statt einer manuellen Suche in mehreren Wirtschaftsjahren.
- Vorbereitung von Mandantengesprächen
- Auffälligkeiten und Entwicklungen im Bestand zusammenfassen lassen, bevor der Termin stattfindet.
- Einarbeitung neuer Mitarbeitender
- Fragen zum Mandantenbestand in normalem Deutsch, ohne dass jemand erst die DATEV-Navigation lernen muss.
- Fristen und Vollständigkeit
- Fehlende Unterlagen und offene Punkte über den Bestand hinweg auffinden, statt sie in einer Excel-Liste nachzuhalten.
Datenschutz
Sobald ein Plattformanbieter auf Mandantendaten zugreifen kann, ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich. Entscheidend ist die Zugriffsmöglichkeit, nicht die tatsächliche Speicherung, so die Datenschutzkonferenz in Kurzpapier 13. Die häufig gehörte Einschätzung, ein AVV entfalle, weil nichts gespeichert werde, ist nicht haltbar.
Dazu kommt die berufsrechtliche Seite: Bei Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern ist die Verschwiegenheitspflicht nach Paragraf 203 StGB zu berücksichtigen. Wir liefern die Architekturangaben, die Ihr Datenschutzbeauftragter für die Bewertung braucht, und benennen offen, was wir nicht beurteilen können.
Grenzen, die wir vorher nennen
- Kein Schreibzugriff auf DATEV. Keine Buchungen, keine Stammdatenänderungen.
- Keine Umgehung des DATEV-Rechtemodells. Was ein Benutzer in DATEV nicht sehen darf, sieht er auch im Chat nicht.
- Keine Zusage zur Volltextsuche über Dokumentinhalte, bevor sie für Ihre DATEV-Installation belegt ist.
- Keine Kopie des Mandantenbestands in eine Suchdatenbank.
Häufige Fragen
Verlassen unsere DATEV-Daten die Kanzlei?
Der Bestand bleibt in DATEV. Der MCP-Server liest pro Anfrage genau die Daten, die zur Beantwortung nötig sind, und gibt sie an das Sprachmodell weiter. Es wird nichts vorab exportiert, gespiegelt oder zum Training verwendet.
Sieht jeder Mitarbeitende dann alle Mandanten?
Nein, sofern das Rechtemodell produktiv umgesetzt ist. DATEVconnect arbeitet mit den Rechten des verknüpften DATEV-Benutzers. Mit einem Dienstkonto je Person oder Rechtegruppe sieht jede Anfrage genau den Ausschnitt, den dieser Benutzer auch in DATEV sehen dürfte.
Welche DATEV-Komponenten werden benötigt?
DATEVconnect in der jeweils passenden Ausprägung, für Dokumentzugriffe zusätzlich das Modul Dokumentenmanagement. Welche Artikel Ihre Installation konkret braucht und was davon bereits lizenziert ist, prüfen wir in der Machbarkeitsphase mit Ihrer IT oder Ihrem Hoster.
Funktioniert das auch mit DATEV in der Cloud?
Das hängt von Ihrem Betriebsmodell ab. Bei gehosteten Installationen ist der Hoster früh einzubeziehen, weil der MCP-Server Netzzugang zu DATEVconnect braucht. Wir führen dieses Gespräch in der Machbarkeitsphase gemeinsam mit dem Hoster.
Brauchen wir einen AVV mit dem KI-Anbieter?
In aller Regel ja. Massgeblich ist, dass der Anbieter auf personenbezogene Daten zugreifen kann. Kurzpapier 13 der Datenschutzkonferenz stellt auf diese Zugriffsmöglichkeit ab. Ein AVV entfällt nicht dadurch, dass keine dauerhafte Speicherung stattfindet.
Prüfen wir, ob es für Ihre Systeme trägt.
Die Machbarkeitsprüfung dauert ein bis zwei Wochen und endet mit einem Dokument, mit dem Sie auch ohne uns weiterarbeiten können. Wenn eine Schnittstelle Ihre Anforderung nicht hergibt, steht das darin.
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